Einplanen
Durch Anklicken der Schaltfläche Übernehmen werden die Bestellpositionen eingeplant.
Bei der Einplanung werden die Produktionsaufträge, Arbeitsgänge und die Vorgänge erzeugt und terminiert.

Terminierung
Es gibt zwei Arten der Terminierung bei der Einplanung:
Rückwärtsterminierung
Rückwärtsterminierung: Ausgehend vom Liefertermins wird berechnet, wann der Auftrag spät möglichst geplant werden kann.
Startpunkt: Liefertermin (Planung beginnt ab 00:00 Uhr des Liefertermins und läuft rückwärts)
Schritt 1 – Nachgelagerte Vorgänge einplanen Sofern dem Produktionsauftrag nachgelagerte Vorgänge zugeordnet sind, werden diese zuerst eingeplant. Dabei werden Feiertage und Wochenenden gemäß dem hinterlegten Kalender berücksichtigt.
Schritt 2 – Arbeitsgänge einplanen Die einzelnen Arbeitsgänge werden in umgekehrter Reihenfolge (vom Liefertermin aus rückwärts) nach folgender Logik verplant:
- Ressourcenprüfung: Es wird ermittelt, welche primären Ressourcen kompatibel sind (Übereinstimmung der definierten Merkmale) und gleichzeitig ausreichend Kapazität aufweisen. Ressourcengruppen werden dabei vollständig berücksichtigt.
- Zeitslot-Auswahl: Innerhalb der kompatiblen Ressourcen wird der Zeitslot gesucht, der so nah wie möglich am Liefertermin liegt.
- Kapazitätspläne: Die hinterlegten Kapazitätspläne der Ressourcen fließen in die Zeitslot-Auswahl ein.
- Parallele Ressourcen: Sind parallele Ressourcen vorhanden, gilt dasselbe Verfahren analog für jede parallele Ressource.
- Für Baugruppen und Zyklen wiederholt sich die oben genannte Systematik
Vorwärtsterminierung
Vorwärtsterminierung: Hier wird zum frühestmöglichen Zeitpunkt begonnen. Der gesamte Liefertermin-Tag zählt als verfügbarer Planungstag und kann vollständig mit eingeplant werden.
Startpunkt: Jetzt + 1 Stunde (oder definierter Planstart)
Schritt 1 – Vorgelagerte Vorgänge einplanen Sofern dem Produktionsauftrag vorgelagerte Vorgänge zugeordnet sind, werden diese zuerst eingeplant. Dabei werden Feiertage und Wochenenden gemäß dem hinterlegten Kalender berücksichtigt.
Schritt 2 – Arbeitsgänge einplanen Die einzelnen Arbeitsgänge werden sequenziell in folgender Logik verplant:
- Ressourcenprüfung: Es wird ermittelt, welche primären Ressourcen kompatibel sind (Übereinstimmung der definierten Merkmale) und gleichzeitig ausreichend Kapazität aufweisen. Ressourcengruppen werden dabei vollständig berücksichtigt.
- Zeitslot-Auswahl: Innerhalb der kompatiblen Ressourcen wird der frühestmögliche freie Zeitslot ab dem Starttermin gesucht.
- Kapazitätspläne: Die hinterlegten Kapazitätspläne der Ressourcen fließen in die Zeitslot-Auswahl ein.
- Parallele Ressourcen: Sind parallele Ressourcen vorhanden, gilt dasselbe Verfahren analog für jede parallele Ressource.
- Für Baugruppen und Zyklen wiederholt sich die oben genannte Systematik
Sonderfälle bei der Terminierung
Fixes Startdatum
Ist für einen Arbeitsgang ein fixes Startdatum definiert, wird dieser Arbeitsgang als Ankerpunkt zuerst eingeplant. Ausgehend von diesem fixen Termin werden alle vorgelagerten Arbeitsgänge rückwärts geplant, alle nachgelagerten Arbeitsgänge werden vorwärts geplant. Die allgemeinen Regeln zur Ressourcenprüfung und die Zeitslot-Regel gelten dabei unverändert für beide Richtungen.
Ressourcenprioritäten
Sind Ressourcenprioritäten hinterlegt, übersteuern diese die Auswahl nach dem „besten verfügbaren Zeitslot". Es wird nicht die Ressource mit dem frühesten freien Slot gewählt, sondern die Ressource mit der höchsten Priorität, die als erste verfügbar ist. Bei gleicher Priorität mehrerer Ressourcen greift wieder die Standard-Zeitslot-Logik.
Personal als parallele Ressource
Informationen zu diesem Sonderfall siehe Personal als parallele RessourceKapitel
Kompromisslos einplanen
Über die Funktion Kompromisslos einplanen können Sie die Position unabhängig von verfügbaren Kapazitäten einplanen. Hierbei können Konflikte entstehen, die dann manuell gelöst werden müssen.
Durchlaufzeitoptimierung beim Einplanen
Beim Einplanen erfolgt standardmäßig eine Optimierung der Durchlaufzeit:
Bei Vorwärtsterminierung werden alle Arbeitsgänge pro Bestellposition zuerst vorwärts und danach rückwärts eingeplant. Bei Rückwärtsterminierung wird zuerst rückwärts und danach vorwärts eingeplant.
Es gibt somit immer zwei Ergebnisse (jeweils Start-Datum und End-Datum). Beide Varianten werden miteinander verglichen. Die Variante, die am kürzesten ist, wird angewendet.
Über die Option Durchlaufzeitoptimierung beim Einplanen in den Einstellungen --> Planung können Sie die Optimierung der Durchlaufzeit global ein- /ausschalten.
Wird die Durchlaufzeitoptimierung abgeschaltet ist, wird die Terminierungsrichtung beibehalten.
Ausplanen/Einplanen
Geplante Bestellpositionen können über das Detailpanel ausgeplant werden.
Werden geplante Bestellpositionen über das Detailpanel ausgeplant, werden alle untergeordneten Planungsobjekte (Produktionsaufträge, Vorgänge, Arbeitsgänge und Rückmeldungen) gelöscht.

Ungeplante Projekte/ Bestellpositionen können über die Funktion Einplanen wieder eingeplant werden.

Wenn Rückmeldungen vorhanden sind, kommt eine Warnung: Die Bestellposition enthält bereits Rückmeldungen. Diese werden beim Ausplanen gelöscht. Möchten Sie fortsetzen? Alternativ dazu können Sie die Funktion Produktionsaufträge zurückstellen nutzen. Dabei bleiben die Planungsobjekte und Rückmeldungen erhalten.
Einplanen von Bestellpositionen mit Sortierung
Werden mehrere Bestellpositionen über die Multiselect-Funktion ausgewählt und gleichzeitig eingeplant, kann für die Planung eine Reihenfolge festgelegt werden. Dadurch lassen sich bestimmte Bestellpositionen priorisieren und Konflikte bei der Ressourcenzuteilung gezielt vermeiden.


Planungsreihenfolge bei Multiselect
Die Planungsreihenfolge wird nach folgender Logik ermittelt. Es wird stets nach allen drei Kategorien nacheinander sortiert:
- Manuelle Reihenfolge
- Merkmale für Reihenfolge - bei identischer oder leerer manueller Reihenfolge (siehe Merkmale mit Reihenfolgen)
- Liefertermin – bei identischer oder leerer manueller Reihenfolge und identischen oder leeren Merkmalen
Jede Kategorie bildet dabei eine Gruppe. Innerhalb einer Gruppe wird nach der jeweils nächsten Kategorie weiter sortiert.
Pos | Manuelle Reihenfolge | Merkmal | Liefertermin |
|---|---|---|---|
1 | 1 | A | x |
2 | 1 | B | x |
3 | 2 | A | x |
4 | (leer) | A | Y |
5 | (leer) | (leer) | X |
Sonderfall: Teilweise befüllte Reihenfolge Wird nur für einen Teil der ausgewählten Bestellpositionen eine Reihenfolge eingetragen, werden zunächst alle Positionen mit Reihenfolge (sortiert nach Reihenfolgenummer, bei Gleichstand nach Liefertermin) eingeplant. Anschließend folgen die Positionen ohne Reihenfolge, sortiert nach Liefertermin, sofern kein Merkmal mit Reihenfolge vorhanden ist.
Verhalten beim Import Beim Import von Bestellpositionen gilt dieselbe Logik: Ohne manuelle Reihenfolge wird primär nach Liefertermin sortiert (frühester zuerst), sofern kein Merkmal mit Reihenfolge vorhanden ist.
Technologie und Vorgangstemplate in den Planungsobjekten bearbeiten
Hierbei wird nur die Technologie der Bestellposition verändert. Die Technologie im Artikelstamm bleibt unverändert. Die FunktionTechnologie und Vorgangstemplate bearbeiten enthält eine Funktion zum Bearbeiten der Stückliste.
Lieferterminänderungen
Für alle bereits angelegten Bestellpositionen kann der Liefertermin unabhängig von Status nachtäglich (auch nach dem Verplanen) geändert werden. Bestellpositionen die bereits verplant sind, werden dabei nicht ausgeplant.
Für den Import der Bestellpositionen gilt die Option im Bereich Administration --> Einstellungen: Geänderte Liefertermine führen zur Ausplanung (per Default ist diese Funktion aktiviert).
Berücksichtigung von Kalendereinträgen, Wochenenden, Kapazitätsplänen und Gaps
Grundsätzlich gilt
- Vorgänge berücksichtigen Kalendereinträge und Wochenende (Samstag/Sonntag)
- Produktionsaufträge berücksichtigen Kalendereinträge, Kapazitätspläne und Gaps